Offen gesagt hat es mich gewundert, wie lange es gedauert hat, bis die Nachricht von Jeanette Winzenburg bzgl. Suns “Ausstieg” aus dem SwingX-Projekt so richtig Wellen schlug. Die Swing-Szene hat eben nur wenige prominente Köpfe. Einer davon ist Kirill Grouchnikov, der mit seinem Weblog-Eintrag den “global panic”-Knopf gedrückt hat. Logisch, dass Chris Adamson sogar im Editor’s Daily Blog auf java.net darauf Bezug nimmt.

Dabei ist es doch zumindest für jeden, der sich etwas intensiver mit Swing befasst, ein alter Hut, dass clientseitiges Java schon sehr lange vor sich hin dümpelt. Die so wichtigen JSRs 295 und 296 halten Winterschlaf. Alte Haudegen wie Scott Violet, Chet Haase und Hans Muller haben Sun verlassen. Und alle, die geblieben sind, schuften für JavaFX. Sie versuchen im Moment natürlich, die Wellen zu glätten. Die Bekenntnisse zu Swing und die Weiterentwicklung der Klassenbibliothek wirken für mich aber zur Zeit blass. Die Roadmap für JavaFX und das erste Vierteljahr nach Veröffentlichung des SDKs werden wohl erst Klarheit schaffen.


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